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Am Sonntag, Kinder, wird's was geben! Denn da koche ich...

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Zugegeben, es klingt gerade nicht sonderlich spektakulär, dass ich am Sonntag koche. Ihr fragt euch jetzt sicher, was daran so aufregend ist, dass ich dem einen eigenen Blogbeitrag widme. Kochen tun wir ja irgendwie alle und so besonders ist das ja nicht, wenn ich am Sonntag an meinem Herd stehe, so als Foodblogger...

Haha, weit gefehlt! Ich koche nämlich nicht an meinem eigenen Herd, so in Jogginghose oder Schlafanzug, wie ich das sonst sonntags schon mal mache. Nein! Ich stehe nämlich am Herd im Zwilling Flagship Store auf der Kö in Düsseldorf! Königsallee! Düsseldorf! Das muss man sich mal überlegen! Da ist nämlich am kommenden Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr verkaufsoffener Sonntag und der liebe Patrick von Zwilling, der nebenbei auch noch Foodblogger ist, hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte für die Besucher ein bisschen zu kochen.

Na klar will ich! Eine kleine öffentlich-vor-vielen-Leuten-kochen-Showeinlage habe ich in diesem Jahr schon auf der eat & style in Köln hingelegt und zusammen mit Workshop-Teilnehmern auf einer Bühne gekocht. Das war quasi meine Generalprobe. Und ja, das hat Spaß gemacht, deswegen bin ich jetzt vorbereitet am Sonntag auf die Düsseldorfer losgelassen zu werden. Und ich freue mich da schon riesig drauf, mit all den tollen Zwilling-Messern schnippeln und in dem wunderschönen Staub Kochgeschirr brutzeln zu können!

Kommt unbedingt vorbei, wenn ihr aus der Nähe kommt - es gibt nämlich meine ganz fantastische Möhrensuppe in vegan und vegetarisch zu probieren und außerdem einen herrlichen Bratapfel-Crumble als Nachtisch. Das Team vom Düsseldorfer Zwilling-Shop reicht außerdem noch einen tollen selbst gemachten Glühwein dazu. So steht der vorweihnachtlichen Schlemmerei und dem Shopping-Vergnügen nichts mehr im Weg!

Meldet euch gerne an, dann können wir nämlich besser planen. Per Telefon unter 0211-13067335 oder per E-Mail an shop.duesseldorf@zwilling.com. Ich würde mich riesig freuen euch am Sonntag zu treffen!


Kulinarischer Adventskalender 2014 - Grünkohl mit Mettwurst war gestern! Heute heißt es: Rotkohlsalat mit Chorizo!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Kulinarischer Adventskalender 2014 - Türchen Nummer 4


Türchen 4 des Kulinarischen Adventskalenders 2014 von www.kochtopf.meAlle Jahre wieder öffnet sich der Kochtopf-Adventskalender. Um genau zu sein, ist das mittlerweile seit 10 Jahren Tradition! Eine wirklich sehr liebgewonnene Tradition, auf die ich schon seit Jahren immer wieder hin fiebere. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Jubiläum, liebe Zorra! Auch in diesem Jahr gibt es wieder gleich drei ganz grandiose Gewinnspiele mit tollen Preisen – fleißiges Mitlesen und aufmerksames Aufpassen werden also ggf. sogar noch vor dem Fest belohnt! Hier könnt ihr jeden Tag ein spannendes Türchen öffnen, die von insgesamt 25 Bloggern befüllt wurden. Es erwarten euch wie jedes Jahr tolle Rezepte, süße Backwaren, spannende Geschichten und vor allem viele Einblicke hinter die Kulissen und die Weihnachtsfeste der teilnehmenden Blogger. Ganz lieben Dank an Zorra für die wunderbare Organisation dieser Institution in der Foodbloggerwelt.

Ich bin jetzt also zum zweiten Mal dabei – nach dem köstlichen Ochsenschwanz-Ragout aus dem Slow-Cooker im vergangenen Jahr, bringe ich euch wieder etwas schön deftig-herzhaftes mit. Süßkram gibt es dieser Tage ja schon in Hülle und Fülle. Ich muss zugeben - ich habe schon einen leichten Lebkuchen-Mandarinen-Spekulatius-Overload und wir schreiben gerade mal den 4. Dezember... Und wir alle sind in dieser Jahreszeit den deftigen Genüssen nicht abgeneigt, oder? Vor allem wenn es euch so wie mir geht und auf jede Süßigkeit etwas Herzhaftes folgen muss und andersherum. Elendiger Teufelskreis, wenn auf den Keks der Braten und darauf ein Bratapfel und dann ein Knödel und wieder ein Plätzchen und so weiter und so fort folgen muss. 
Wenn ich euch dann jetzt erzähle, dass es sich bei meinem deftigen Vergnügen sogar um einen Salat handelt und ihr gar nicht so schwer sündigt, wie man vielleicht annimmt, dann hab ich euch doch, oder? Dann schmeckt das Plätzchen danach auch gleich viel besser.

Ich sage: Grünkohl mit Mettwurst war gestern. Das ist so 2013! 
2014 hingegen ist der neue Klassiker Rotkohl mit Chorizo. Finde ich zumindest. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewohnt und vielleicht auch komisch oder gar befremdlich, aber ich kann euch versprechen, dass die Kombination absolut großartig ist. Zumindest dann, wenn ihr beide Komponenten auch so schon mögt. 
Wenn die Chorizo leicht ausgebraten wird und sich das würzige Öl mit dem knackigen Rotkohl vermischt. Hach! Das ergibt wirklich eine absolute Knallerkombi. Und der Rotkohl ist in diesem Fall nicht bloß eine schnöde Beilage, sondern steht absolut im Mittelpunkt. Und das zu Recht!

Frischer Rotkohlsalat mit Chorizo auf einer Servierplatte - nicht nur eine tolle Vorpseise fürs Weihnachtsmenü


Seid ihr noch auf der Suche nach einer schönen weihnachtlich-winterlichen Vorspeise und habt auch schon keinen Rotkohl im Hauptgericht? Wie wäre es dann mal zur Abwechslung mit einem Rotkohlsalat? Der Rotkohl wird hierfür mit einer roten Zwiebel nur leicht in etwas Olivenöl angeschmort, bis er etwas weich wird, aber noch Biss hat und darf dann mit knuspriger Chorizo und würziger Petersilie vermengt mit einem leichten Zitrus-Dressing gut durchziehen. Serviert wird er dann je nach Lust und Laune entweder lauwarm oder ausgekühlt. Damit lässt er sich perfekt vorbereiten.

Ich empfehle zur Zubereitung übrigens ausdrücklich die Verwendung von Handschuhen – hab ich natürlich nicht gemacht und musste danach erstmal die blau verfärbten Patschehändchen schrubben. An Weihnachten, wenn sowieso alles etwas stressiger und auch hektischer ist, kommt das vielleicht nicht so gut. Deswegen der wirklich nur gut gemeinte Ratschlag: zieht unbedingt Einmal-Handschuhe an, bevor ihr den Rotkohl losschnibbelt. Und am besten noch eine Schürze dazu – Rotkohlflecken auf dem weißen Blüschen müssen ja auch nicht unbedingt das Fest versauen. 

Wenn das alles soweit bereit steht und keine Fragen mehr offen sind, kann es losgehen. Die Zubereitung ist auch wirklich kein Hexenwerk, sondern auch für ungeübte Köche gut und schnell zu meistern. Die Menge entspricht etwa 2-3 Portionen als eigene Mahlzeit oder 4-6 Portionen als Vorspeise vor der Gans, dem Truthahn, dem Braten oder was immer sonst bei euch auf den Tisch kommt. Chorizo bekommt ihr mittlerweile in so ziemlich jedem gut sortierten Supermarkt – ich meine hier die schmale Salamiform im Ring und nicht etwa die riesigen Stangen aus der Wursttheke, die zu Aufschnitt geschnitten werden.

Ach ja und falls ihr euch vegan oder vegetarisch ernährt, könnt ihr die Chorizo einfach ersetzen: bratet stattdessen ein bis zwei geschälte und in schmale Spalten geschnittene säuerliche Äpfel mit dem Rotkohl und der Zwiebel an und schmeckt das Dressing zusätzlich mit etwas Johannisbeergelee ab. Tada, schon habt ihr einen veganen, winterlichen und trotzdem deftigen Rotkohlsalat, der auch noch total gesund ist!

Guten Appetit beim Nachmachen, weiterhin ganz viel Spaß mit dem Adventskalender und eine ganz wunderbare Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich euch!

Frischer Rotkohlsalat mit Chorizo auf einer Servierplatte - nicht nur eine tolle Vorpseise fürs Weihnachtsmenü

Rotkohlsalat mit Chorizo und Petersilie

½ Rotkohl oder 1 sehr kleiner Rotkohl (ca. 750 g)
1 rote Zwiebel
150 g Chorizo am Stück
3 El extra natives Olivenöl
1 El Balsamico bianco oder Weißweinessig
1 El Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, geschält und zedrückt
2 El fein gehackte frische glatte Petersilie
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
Olivenöl zum Dünsten


Einmalhandschuhe anziehen (ich sag es ja nur noch mal) und eine große Schüssel bereitstellen. 
Den Strunk vom Rotkohl und die äußeren Blätter entfern, den Kohl vierteln und auf einer groben Raspel (Vierkantreibe o.ä.) oder auf einem Gemüsehobel fein hobeln. 
Die Zwiebel schälen, halbieren und ebenfalls in feine Ringe hobeln.

Etwas Olivenöl in einer sehr großen, beschichteten Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Rotkohl und Zwiebeln hineingeben und etwa 7-10 Minuten unter gelegentlichem Rühren sanft schmoren, bis der Kohl etwas zusammenfällt.

Die Chorizo pellen und in etwa 3-5 mm dicke Scheiben schneiden. 
Den Rotkohl aus der Pfanne zurück in die Schüssel geben und die Chorizo in der Pfanne rundherum 2-3 Minten sanft auslassen, bis die Scheiben knusprig gebraten sind.

Den Rotkohl zurück in die Pfanne geben und Rotkohl und Chorizo gründlich vermengen, damit sich das würzige Öl aus der Wurst überall gut verteilt.

Die Mischung zur Seite stellen und etwas auskühlen lassen. In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Dazu das Olivenöl, den Essig, den Zitronensaft, den zerdrückten Knoblauch und die fein gehackte Petersilie in eine kleine Rührschüssel geben und mithilfe eines großen Schneebesens cremig aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing über den Rotkohl geben und alles gründlich miteinander vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Direkt lauwarm servieren oder bei Raumtemperatur noch etwas auskühlen und weiter durchziehen lassen und ausgekühlt servieren.

Von Schüttelmaschinen, Monster-Staubsaugern, viel Staub und grünen Bäumen: ein Besuch auf der Walnussplantage - Reisebericht zur kalifornischen Walnussernte Teil 2

Sonntag, 23. November 2014

Reife Walnüsse hängen an den Bäumen einer Walnussplantage in Linden, Kalifornia, USA
Ihr mögt Walnüsse? Prima! Dann nehme ich euch jetzt mit auf eine Reise zur Walnussernte in Kalifornien. Deutschland ist nämlich Hauptimporteur für kalifornische Walnusskerne - achtet mal im Supermarkt drauf. Auf den meisten Tüten mit geknackten Walnüssen steht "Kalifornische Walnüsse". Insgesamt werden allein in Kalifornien jedes Jahr 350.000 Tonnen Walnüsse geerntet und in 40 Länder weltweit importiert. Dabei hat jedes Land einen anderen Anspruch: für Italien werden beispielsweise hauptsächlich ganze Nüsse in der Schale gefordert, für Korea sollen es eher die kleineren hellen Kerne im wiederverschließbaren Beuteln sein.

Das Hauptgebiet für den Anbau von Walnüssen in Kalifornien liegt rund um den so genannten Fruitbelt im Central Valley. Dieses Tal erstreckt sich auf über 600 km Länge und mit bis zu 80 km Breite in Zentral-Kalifornien. Auf den über 50.000 Quadratkilometern werden etwa 250 verschiedene landwirtschaftliche Produkte von Mandeln über Obst und Gemüse bis hin zu Wein angebaut. Allein die Walnussplantagen im Fruchtgürtel nehmen dabei über 90.000 Hektar Fläche ein. 4.600 Walnussanbauer gibt es in Kalifornien - die meisten der Farmen befinden sich seit Jahrzehnten in Familienbesitz.

links: Kreuzung einer Schwarznuss mit einer englischen Walnuss, rechts: Lawrence Sambado, Inhaber von Prima Noce Packing, einer Walnussplantage


Und auf genau so einer Farm waren wir Anfang Oktober zur Erntezeit zu Besuch, ganz offiziell war es die California Walnut Commission's 2014 International Harvest Tour, zu der ich mit Sandra, Simone und Zorra reisen durfte.
Zusammen mit weiteren Pressevertretern und Bloggern aus China und Indien besuchten wir Lawrence Sambado bei Prima Noce Packing in Linden, etwa 150 km östlich von San Francisco entfernt. Lawrence und sein Kollege Mike nahmen uns mit auf eine der vielen Plantagen und zeigten uns, wie die Ernte abläuft. Je nach Sorte und Standort werden die kalifornischen Walnüsse zwischen August und November geerntet. Wichtigstes Erkennungsmerkmal für den Reifegrad der Nüsse ist das Aufplatzen der äußeren grünen Fruchtschalen. Brechen sie auf und fallen ab, sind die Nusskerne reif und die Walnüsse bereit zur Ernte.

In Kalifornien wird die dort heimische Schwarznuss mit der Englischen Walnuss veredelt - das sieht man auf dem Foto oben links sehr gut: der Stamm unten und die Wurzeln sind schwarz, oben heraus wächst ein deutlicher hellerer Stamm. Der Baum ist damit perfekt auf die regionalen und klimatischen Bedingungen angepasst: Im Central Valley gibt es durchschnittlich über 300 Sonnentage im Jahr, milde Temperaturen und vor allem nährstoffreiche Lehmböden - die idealen Voraussetzungen für den Anbau von Walnüssen. Ein Walnussbaum trägt übrigens zum ersten Mal nach etwa fünf bis sieben Jahren Früchte, kann dann aber auch über 100 Jahre abgeerntet werden. Bei einem Durchschnittsertrag von etwa 4.000 Nüssen pro Baum und Saison, kommt da also einiges zusammen...

Und wer jetzt glaubt, dass die Walnüsse mühsam von Hand von den Bäumen gepflückt werden, der irrt sich! Die Ernte funktioniert fast vollautomatisch und ist unheimlich spannend anzusehen:

Eine Walnussplantage, bereit zur Ernte: eine staubige Angelegenheit bei strahlendem Sonnenschein
Schritt 1:
Zuerst wird der Boden zwischen den Walnussbäumen frei gefegt, damit keine Steine oder heruntergefallene Äste mehr auf den Lichtungen liegen.

Eine Schüttelmaschine rüttelt mit ihren Greifarmen so lange an den Bäumen, bis die Walnüsse herunterfallen

Schritt 2:
Kleine, wendige Fahrzeuge mit Greifarmen fahren an die Bäume, setzen die Zangen an die Äste an und rütteln die Bäume kräftig durch. Diese so genannten "Schüttelmaschinen" erledigen die Hauptaufgabe, indem sie so von Baum zu Baum fahren und so lange kräftig rütteln, bis die reifen Nüsse von den Ästen fallen. Eine ziemlich staubige Angelegenheit!

Eine Schüttelmaschine rüttelt so lange an den Bäumen, bis die Nüsse zu Boden fallen

Eine Kehrmaschine pustet und fegt die heruntergefallenen Walnüsse zu langen Reihen zusammen

Schritt 3: 
Jetzt kommen die "Kehrmaschinen" von Schritt 1 wieder zum Einsatz: Sie pusten und fegen die heruntergefallenen Walnüsse zu langen schmalen Reihen zusammen.

Eine große Kehrmaschine fegt und pustet die Walnüsse am Boden zu langen Reihen zusammen

Eine weitere Maschine befördert die Walnüsse vom Boden über ein Förderband in große Container

Schritt 4:
Zum Schluss kommt der "Staubsauger" zum Einsatz, ein Fahrzeug, das die Walnüsse vom Boden aufsaugt, über ein Förderband aufsammelt und in großen Containern sammelt. In diesem Schritt werden Äste und die grünen Hüllen gleich weitgehend automatisch mit aussortiert.


Von dort aus, gelangen die Walnüsse dann an die nächste Station - sie werden zu Prima Noce Packing gefahren, sortiert, vorgewaschen und gebürstet, getrocknet und landen dann schließlich in der Produktion. Frische Walnüsse sind nämlich noch unheimlich weich, hell, süßlich und leicht mehlig und für meinen Geschmack ungenießbar. Sie enthalten noch rund 20% Feuchtigkeit - durch die Trocknung sinkt der Gehalt auf 8% und sie werden so knackig und nussig, wie wir sie kennen. Doch das wird das Thema beim nächsten Bericht sein. Dann gibt es auch noch ein paar praktische Tipps zur Lagerung.

Frisch geerntete und vom Baum gefallene Walnüsse und ein frischer, weicher Walnusskern


Hier noch ein paar weitere Links für zusätzliche Informationen und spannende Berichte:
Reisebericht zur kalifornischen Walnussernte Teil 1 - mein erster Bericht über die Reise: Besuch in der amerikanischen Botschaft in Berlin und Walnusscocktails
http://www.walnuss.de/ - die offizielle Webseite der California Walnut Commission mit vielen Rezepten und spannenden Hintergrundinformationen
http://www.premiumwalnuts.com/index.html - die offizielle Webseite von Prima Noce Packing
Reisebericht Teil 1 von Sandra - der erste Bericht von From Snuggs Kitchen
Reisebericht Teil 2 von Sandra - der zweite Bericht von From Snuggs Kitchen
Reisebericht Teil 1 von Simone - der erste Bericht von S-Küche
Reisebericht Teil 2 von Simone - der zweite Bericht von S-Küche
Reisebericht von Zorra - der Bericht über die Walnusscocktails in Berlin von 1 x umrühren bitte aka Kochtopf


Mein herzlichster Dank für dieses einmalige Erlebnis und die nette Einladung geht an das Team von Fleishman-Hillard Germany GmbH, insbesondere an Christine, Eva und Ricarda für die tolle Organisation und die California Walnut Commission, insbesondere an Jennifer und Michelle für die Betreuung vor Ort.
Die Informationen über den Walnussanbau und die Walnussernte stammen von der California Walnut Commission.

Blitzrezept für Apfelkuchen mit Frischkäse-Guss, Zucker & Zimt und Walnüssen

Freitag, 14. November 2014

Fertig gebackener Apfelkuchen in einer Springform


Manchmal muss es einfach schnell gehen.
Gerade wenn man ziemlich viel unterwegs ist und kaum mal wirklich Zeit zu Hause hat. Ich wirbel gerade mehr oder weniger von einer Veranstaltung zur anderen, vom Büro zum Abendessen mit Freunden, von der Arbeit aus in den Supermarkt oder noch schnell zum Bäcker. Abendbrot ist momentan die unkomplizierteste und einfachste Form der Ernährung, gerade wenn man das Gefühl hat Freizeitstress zu haben und nur unterwegs ist. Ach ja und dann haben wir zwischendurch auch noch ein Auto gekauft... 
Wer kennt sie nicht, die selbst gemachten First World Problems. Gerade ist auch noch kein Ende in Sicht und da muss man sich eben zu helfen wissen. So wie mit der schnellen und einfachen Möhrensuppe von letzter Woche. Denn nur weil etwas schnell und unkompliziert ist, muss es ja auch nicht schlecht sein! Fertigessen und Backmischungen sind da nur bequeme und faule Ausreden, aber es geht auch anders.

Ein Stück Apfelkuchen auf dem Kuchenteller


Heute bringe ich euch ein wirklich genial einfaches Rezept für einen Ruckzuck-Apfelkuchen mit, der auch noch was her macht. Nix mit Mürbeteig kneten, kalt stellen, ausrollen usw. Einfach alles flott zusammenrühren, in die Form schichten und ab in den Ofen. Der Kuchen lässt sich prima nach Feierabend backen, kalt stellen und am nächsten Tag hat man ein tolles Mitbringsel fürs Büro oder für eine Einladung. Nur noch ein Ei im Haus? Kein Problem, denn der Boden kommt ohne Ei im Teig aus! Ein wunderbarer Restekuchen, den man beliebig umändern kann. Kein Frischkäse im Haus, aber noch einen Becher Schmand? Nehmt einfach den! Und wenn ihr keine Walnüsse habt, streut einfach Mandelstifte oder Pecannüsse drüber.

Ich lasse euch jetzt schnell das Rezept da und dann mache ich mich auch schon auf den Weg Richtung Hamburg zur Blogst Konferenz 2014 - per Twitter und Instagram halte ich euch dabei auf dem Laufenden!

Angeschnittener Apfelkuchen auf einer Servierplatte

Apfelkuchen mit Frischkäse-Guss, Zucker & Zimt und Walnüssen

Für den Boden:
120 g weiche Butter
75 g Zucker
120 g Mehl

Für den Frischkäse-Guss:
200 g Doppelrahm-Frischkäse
50 g Zucker
1 El Vanillezucker
1 Ei

4 kleine Äpfel (z.B. Elstar oder Rubinette)

Für Zucker & Zimt:
2 El Zucker
1/2 Tl Zimt

1 Handvoll Walnusskerne, grob gehackt


Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform (24-26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen (es gibt jetzt sogar schon rundes, vorgeschnittenes Backpapier für Springformen, sehr praktisch!).

Für den Boden die weiche Butter mit dem Zucker cremig rühren. Am besten mit einem Handmixer oder in der Küchenmaschine. Das Mehl dazugeben und nur kurz unterrühren.
Der Teig ist zwar trotz der weichen Butter eher ein Mürbeteig, muss aber nicht kalt gestellt werden. Stattdessen wird er direkt in die Form gegeben und mithilfe der Hände gleichmäßig angedrückt. Zieht einen kleinen Rand von etwa 2 cm Höhe hoch und achtet darauf, dass keine Löcher im Teigboden entstehen.

Teig für den Apfelkuchen in der Springform


Als nächstes den Frischkäse zusammen mit Zucker, Vanillezucker und Ei kräftig verrühren. das klappt schnell und einfach mit einem Schneebesen. Auf den vorbereiteten Teigboden gießen.

Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in schmale Spalten schneiden. In eine ausreichend große Schüssel geben.

Zucker und Zimt gut vermischen und über die Apfelspalten streuen. Alles gründlich verrühren, bis die Äpfel vollständig mit Zucker und Zimt bedeckt sind.

Die Äpfel vorsichtig auf die Frischkäsemasse geben und gleichmäßig verteilen.

Die Springform ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens einschieben und den Kuchen 10 Minuten bei 200 °C backen.
Danach die Walnüsse gleichmäßig über den Äpfeln verteilen, die Temperatur auf 175 °C runterschalten und den Kuchen für weitere 25 Minuten backen.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig aus einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

Fertig gebackener Apfelkuchen in der Springform

Wärmende Herbstküche: vegetarische Möhrensuppe mit gerösteten Möhren, Karottensaft und Ingwer (mit veganer Alternative)

Samstag, 8. November 2014

Ein frischer Bund wilder Möhren vom Bauern

Das Arbeitsprojekt ist endlich abgeschlossen und ich hatte mir für heute fest vorgenommen den ganzen Tag in der Küche zu stehen und/oder Blogbeiträge vorzubereiten. 
Also ganz ursprünglich wollte ich heute in Münster beim Hölker Verlag sein, um Lisas und Lars neues Buch Advent, Advent: Backen, Basteln, Dekorieren für die schönste Zeit im Jahr*  kennen zu lernen. Die letzte Buchvorstellung (ZU GAST IM HÖLKER VERLAG BEI COPPENRATH IN MÜNSTER - BLOGGERTREFFEN UND BUCHPRÄSENTATION VON "GRÜSSE AUS MEINER KÜCHE") war so super und ich bin untröstlich nicht wieder dabei sein zu können. Unser Auto macht mir nur leider einen Strich durch die Rechnung, denn es stirbt gerade langsam, aber sehr sicher, vor sich hin. Gut, dachte ich mir, fährst du eben mit der Bahn! Münster ist von Köln aus ja keine große Strecke. Tja, und dann kam der Bahnstreik und damit das endgültige Aus für mich. Plan B sollte dann die Küche sein. Aber da ich Weihnachten irgendwie sicher zu meiner Familie kommen möchte, haben wir den Tag stattdessen in diversen Autohäusern verbracht, verschiedene Marken und Modelle studiert und ziemlich viel Probegesessen. Drei Modelle sind noch im Rennen, jetzt heißt es erst mal Testberichte wälzen und Angebote für Neuwagen, Jahreswagen und EU-Neuwagen einholen.
Morgen steh' ich dann wieder in der Küche und bereite Blogbeiträge vor - versprochen!

Vegetarische Möhrensuppe / Karottensuppe, serviert mit griechischem Joghurt und Schnittlauchröllchen im Bügeglas


Statt direkt weiter von der kalifornischen Sonne zu schwärmen und euch eine lange Nase zu machen, bringe ich euch erst mal ein feines Herbst-Rezept mit. Heute war so ein ganz wunderbarer Herbsttag mit ganz viel Sonne und blauem Himmel und viel Draußensein. Was gibt es dann schöneres als nach Hause zu kommen, sich gemütlich aufs Sofa zu kuscheln und eine schöne warme Suppe zu essen?
Schon bei der Rösttomatensauce habe ich festgestellt, dass vieles in gerösteter Form einfach besser schmeckt. Und was für Tomaten gilt, kann ja für Karotten auch nicht so verkehrt sein! Wie lecker geröstete Möhren aus dem Ofen schmecken, habe ich schon bei meinem veganen Reisgericht mit Tofu berichtet - die Möhren werden ganz zart und weich und süß und einfach lecker. Daraus dann eine Suppe zu kochen ist noch mal eine Steigerung, das kann ich euch sagen! Mögt ihr schon "normale" Karottensuppe aus gekochten Karotten, probiert unbedingt mal die Variante mit den Röstaromen. Unglaublich!

Vegetarische Möhrensuppe / Karottensuppe, serviert mit griechischem Joghurt und Schnittlauchröllchen im Bügeglas


Der Aufwand wird dadurch natürlich ein bisschen größer: die Möhrchen kommen erst in den Ofen und dann in den Topf, doch das Warten lohnt sich und macht auch noch nach Feierabend Sinn. Belohnt wird man mit einer herrlich cremigen, samtigen Suppe mit ganz wunderbaren Aromen, ohne viele Zutaten. 
Meine Möhren nennen sich "Wildmöhren" und stammen vom Bauern. Ich glaube eher, dass das eine Erfindung des Bauern ist, aber sie erinnern stark an die großen Zuckermöhren. Ich mag sie unheimlich gerne und empfehle sehr die Verwendung von regionalen und saisonalen Karotten, die es jetzt überall gibt!
Eine der wenigen, aber umso effektiveren Zutaten ist der Ingwer. Man schmeckt ihn nicht zu stark heraus, aber er gibt noch mal einen tollen Kick. Mögt ihr partout keinen Ingwer, lasst ihn einfach weg und erhöht oder ergänzt vielleicht einfach den Kräuteranteil. 
Statt reiner Brühe und pürierten Möhren ist ein weiterer Clou die Zugabe von Karottensaft! Den könnt ihr entweder selber machen, wenn ihr einen Entsafter habt oder in Bio-Qualität kaufen. Ich mag den Bio-Karottensaft von Alnatura (persönliche Empfehlung!) sehr gern und trinke ihn auch mal so zwischendurch.

Möhrenstücke mit Olivenöl und Meersalz auf dem Backblech - geröstete Möhren für eine vegetarische Möhrensupper


In der Grundversion ist die Suppe vegan, sofern ihr eine vegane Gemüsebrühe verwendet. Ich finde sie aber noch pfiffiger, wenn man ihr zum Servieren etwas griechischen Joghurt oder Saure Sahne hinzufügt. In einer veganen Variante könnte das zum Beispiel auch Sojajoghurt sein. 
Eine ähnliche Suppe habe ich schon letztes Jahr beim Blättern in einer amerikanischen Foodzeitschrift gesehen, ich weiß nur bei bestem Willen nicht mehr in welcher.
Deswegen jetzt hier meine Version einer ganz wunderbaren Herbst- und Winter-Suppe - Guten Appetit!

Vegetarische Möhrensuppe / Karottensuppe, serviert mit griechischem Joghurt und Schnittlauchröllchen im Bügeglas


Möhrensuppe mit gerösteten Möhren, Karottensaft und Ingwer
für ca. 3-4 Portionen

750 g Möhren (geschält und ohne Wurzelenden gewogen)
2 kleine Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Thymian, die Blättchen abgezupft
500-750 ml Gemüsebrühe (möglichst selbst gemacht oder in Bio-Qualität)
350 ml Karottensaft (siehe oben)
1 ca. 3 cm dickes Stück Ingwer, geschält
extra natives Olivenöl
Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
etwa 50 g griechischer Joghurt oder Saure Sahne, glatt gerührt
etwa 1 Tl Schnittlauchröllchen


Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Etwas Olivenöl auf ein Backblech oder in einen großen Bräter geben.
Die vorbereiteten Möhren schräg in ca. 2-3 cm dicke Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Sie sollten möglichst nicht übereinander geschichtet werden.
Mit weiterem Olivenöl beträufeln und mit etwas Meersalz bestreuen.
30 Minuten auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen rösten, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal gut durchmischen.

In der Zwischenzeit die Schalotten und die Knoblauchzehe schälen und würfeln.
Beides zusammen mit den abgezupften Thymianblättchen in einem großen Topf bei niedriger Hitze in etwas Olivenöl einige Minuten lang sanft dünsten. Zwiebel und Knoblauch sollen dabei keine Farbe annehmen.
Mit 500 ml Gemüsebrühe und dem Karottensaft ablöschen und die Mischung einmal aufkochen.
Die fertig gerösteten Karotten aus dem Ofen nehmen und vorsichtig in die Suppe geben. Das Ingwerstück ebenfalls dazu geben (bei Verwendung eines Pürierstabs zum Pürieren lieber vorher in mehrere kleine Stücke schneiden), erneut aufkochen und etwa 10 Minuten bei niedriger Hitze sanft köcheln lassen.
Danach mit Hilfe eines Pürierstabs direkt im Topf fein pürieren oder die Mischung in einen Blender umfüllen. Ich hab sie in den Thermomix umgefüllt und super fein püriert.
Die Konsistenz der Suppe ist bei den 500 ml Gemüsebrühe sehr dick und cremig. Wer lieber eine etwas flüssigere Suppe möchte, kann jetzt noch nach und nach etwas mehr heiße Gemüsebrühe untermixen und die Suppe noch einmal aufkochen.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Die Suppe zum Anrichten jeweils mit einem Klecks griechischem Joghurt oder Saurer Sahne versehen und mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Man kann die Karottensuppe nach dem Abkühlen (und vor dem Anrichten mit dem Joghurt!) auch super einfrieren.

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