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SUMMER OF SUPPER 2014 IM MARIENECK IN KÖLN - last day: Klüngel met Jemös mit Nata und Joerg

Sonntag, 17. August 2014

gedeckter Tisch im Marieneck, der Supperclub kann starten
Mensch, warum sagt denn niemand was? Da war ich doch vor zwei Wochen schon bei meinem zweiten Supper-Club im Rahmen des summer of supper und vergesse dann komplett, darüber noch was zu schreiben! Fahre am nächsten Morgen übers Wochenende weg und schon ist alles aus den Augen, aus dem Sinn. Bis ich eben beim Sichten meiner Bilder über die Fotos gestolpert bin und sofort wieder den Geschmack des hammermäßigen Bohnenpürees, des knusprigen Brots und den von Crystal Speck auf der Zunge habe. Deswegen kommt hier noch blitzschnell mein kleiner Bericht in Text und Bildern.

Nata und Joerg rühren hochkonzentriert in den Töpfen für Klüngel met Jemös
Schön wars nämlich mit Nata und Joerg alias pastaciutta und kappesklub bzw. utecht schreibt und ihrem rheinländischen Menü "Klüngel met Jemös". Entspannt und locker und außerdem natürlich lecker. Viele Foodblogger sind wieder angereist und weitere liebe Menschen waren zu Gast, so dass es wieder ein ganz herrlicher, wunderbarer Abend in Marcos Marieneck war. Nata und Joerg hatten sich außerdem noch Schelli eingeladen, der das unfassbar leckerste Brot überhaupt serviert hat. Köstlich war es!

Schelli schneidet sein frisch gebackenes Brot
Wie in einer gut sortierten Bäckerei: Schellis Backwerke


Die drei kochten, backten und erzählten und dann servierten sie uns ein ganz wunderbares Menü mit lauter tollen Komponenten. Torsten fehlte diesmal leider, Marco managte die Wein- und Bierbegleitung aber in würdiger Vertretung, bevor es sich in seinen wohlverdienten Sommerurlaub verabschiedete.

Nata und Joerg stellen ihr Menü im Supperclub vor
Los gings nämlich mit einem feinen Matjes auf frisch gebackenem Brot von Schelli als 'ne schöne Jrooß aus der Küche. Frei nach dem Motto "Ich hab da mal was vorbereitet", standen die Platten schon fertig auf der Anrichte, als ich ankam. Die machten gleich mal den Mund wässrig. Auch Brot, Öl, Salz und Quark standen schon auf den Tischen und brachten den perfekten Start in einen gemütlichen Abend nach einem langen Tag...


Matjes auf frisch gebackenem Anisbrot


Frisch aufgeschnittenes Brot auf den Tischen


Das eigentliche Menü teilte sich dann auf in eine Vorspeise namens Sauerampfer, Pfannekuchen, Ziegenkäse und war so köstlich und stimmig. Einer meiner Lieblingsgänge des Abends!
Weiter ging es mit Bohnen, Bohnen, Bohnen - als großer Bohnenfan war das für mich ein weiteres Highlight, vor allem das tolle Püree!
Das Hauptgericht trumpfte mit Schwein, Endivie, Kartoffel und der Geheimwaffe Crystal Speck. Und hinterher gab es noch einen wunderbaren Sommerfrüchte-Teller mit Joghurteis und Biskuit namens Gartenfrüchte - hier gibt es auch schon das Rezept von Nata zum Nachmachen: Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Da seht ihr übrigens auch die Bilder dazu. Ich hab irgendwie verpennt Fotos zu machen und den Nachtisch lieber gleich verputzt...

Dreierlei Bohnen, Sauerampfer und Pfannekuchen mit Ziegenkäse und Schwein mit Endivie, Kartoffeln und Crystal Speck


Vielen Dank für den gelungenen Abend, das tolle Essen und das nette Beisammensein an die Gastgeber! Es hat mir wieder großen Spaß gemacht und auch der zweite Supperclub war für mich sicher nicht der letzte. Danke auch noch mal an Marco für die Bereitstellung der Location. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr eine Wiederholung gibt! Und vielleicht traue ich mich dann ja auch mal selber mitzumachen, mal sehen...

Nata rührt in einem großen Topf und bereitet das Menü für den Supperclub vor

Übrigens gibt es noch weitere Berichte. Unter anderem habe ich mich riesig gefreut, dass Astrid extra für dieses Event angereist ist und den zwei Wochen zuvor von Dorothée, die meine Tischnachbarin beim ersten Supperclub (SUMMER OF SUPPER 2014 IM MARIENECK IN KÖLN - DAY 1: STADT LAND FOOD MIT SIMONE UND SOPHIA) war, bei mir in Pflege gegebenen Knubbel (Nymphenburger Knubbel ist eine Chilisorte, Anm. d. Red.) mitgenommen hat. Auch davon gibt es Bilder, also Knubbel-Selfies. Irgendwo, bei irgendwem... Außerdem waren wir Tischnachbarn und hatten eine Menge Spaß. Hier ist jedenfalls der unheimlich lustige Bericht von Astrid - müsst ihr lesen: Summer of supper im Marieneck, Köln | Arthurs Tochter trifft Menschen, hat Schwein, isst Bohnen und setzt sich in den Nachtisch.
Bernd, der mittlerweile irgendwie zum Marieneck-Inventar gehört, war natürlich auch dabei und hat schon längst darüber geschrieben: “Summer of supper” in Köln – die letzte Runde.
Tina war auch schon wieder dabei und hat auch direkt was geschrieben: [Summer of Supper] Klüngel met Jemös
princess_cgn und davednb waren auch gleich zweimal dabei und haben darüber auch berichtet: Supperclubs beim Summer of Supper.
Und dann hab ich mich noch gefreut Julia von Löffelgenuss kennen zu lernen und Nicole von Querbeet natürlich kochen mal wieder zu sehen.
Bis hoffentlich zum nächsten Mal - der nächste Supperclub kommt bestimmt!

Tutorial: Eine externe Blogroll bei Blogspot anlegen | eine Blogroll auf einer externen Seite von blogger.com anlegen

Samstag, 16. August 2014

Machen wir uns nichts vor, die Blogroll bei Blogger (also Googles Blogspot) ist einfach nicht schön. In der Seitenleiste oder unterhalb der Postings sieht sie einfach nur klobig und übertrieben aus und macht auch nicht wirklich Spaß durchzuscrollen. Es gibt aber einen kleinen Trick bzw. eine kurze Anleitung, wie man auch bei Blogspot die Blogroll auf eine externe Seite bekommt. Das ist gar nicht so schwer, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. So sieht sie zum Beispiel bei mir aus: moey's kitchen blogroll. Ich nutze meine Blogroll auch direkt als eine Art Feedreader, weil mir die vorhandenen Feedreader einfach nicht zusagen.

Es kursieren bereits ein paar Anleitungen im Netz, die aber oft aus der Zeit stammen, bevor Google für Blogger das Design umgestellt hat. Deswegen lässt sich die bisherige Anleitung nicht 1:1 übernehmen, sondern muss etwas angepasst werden. In letzter Zeit habe ich schon ein paar Mal anderen Blogspot-Bloggern geholfen und dachte mir, dass es vielleicht auch ein paar andere noch gut gebrauchen können. 

Deswegen gibt es jetzt eine ausführliche, bebilderte Anleitung zum Nachmachen und damit eine absolute Premiere bei mir im Blog: ein technisches Tutorial!
Oft werde ich gefragt, ob ich bei Wordpress hoste, weil ich mein Design so sehr modifiziert habe, dass man die Blogspot-Grundlage kaum noch erkennt. Nein, ich bin nachwievor bei Blogger - auch da ist es möglich mit eigenen Templates zu arbeiten und mit Hilfe von ein paar Tricks und kleinen HTML- und CSS-Kenntnissen einen wirklich schönen Blog zu gestalten. Bisher bin ich noch an keine Grenzen gestoßen und kann mich nicht beklagen, deswegen gibt es derzeit keinen wirklich Grund zu Wordpress umzuziehen. Ich scheue natürlich auch einfach den Aufwand, auch wenn die Templates und die Programmierung von Blogspot unter SEO-Gesichtspunkten nicht wirklich gut wegkommen... Deswegen so lang erst mal weiter so wie bisher und jetzt für alle auch mit schöner, externer Blogroll.

Ganz wichtig: vor jeder Änderung solltet ihr euren Blog sichern. Dazu einfach unter Einstellungen > Sonstiges > Blog-Extras den Blog exportieren und abspeichern. Ich mache das regelmäßig, um im Fall der Fälle nicht alle Postings und Einstellungen zu verlieren.

Außerdem rate ich dringend dazu, dass ihr euch einen Testblog anlegt und niemals direkt im Blog selber Einstellungen ausprobiert! Bei Blogspot hat man die Möglichkeit mehrere Blogs zu führen. Ich habe zwei unsichtbare Testblogs aufgesetzt, in die ich mein Template einfach reinkopiert habe und dort in aller Ruhe alle Funktionen testen kann.

Dennoch möchte ich nochmal deutlich darauf hinweisen, dass ich kein Profi bin, sondern nur selber ein Blogspot-Blogger. Ich kann euch keine Garantie oder Gewährleistung geben, dass es bei euch einwandfrei funktioniert und ich hafte nicht für entstandene Schäden an euren Blogs oder dem Code. Bitte nehmt das zur Kenntnis! Gerne helfe ich weiter, wenn ihr nicht weiter kommt, ich biete das aber nicht als professionelle Dienstleitung an! Die Anwendung meiner Anleitung geschieht deswegen komplett auf eigene Gefahr!

Wenn ihr also nun euren Hauptblog gesichert und einen Testblog eingerichtet habt, geht es los:
Ich gehe an der Stelle davon aus, dass ihr bisher noch keine Blogroll angelegt habt, sondern eine komplett neue anlegt.

Geht auf den Menüpunkt Layout in der linken Seitenleiste und klickt auf Gadget hinzufügen direkt über dem Bereich Blogposts. Wählt da in der Auswahl Blog-Liste (=Blogroll) und speichert das Layout ab. 

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Geht als nächstes im Menü auf den Punkt Seiten und legt eine neue, leere Seite an, der ihr den Titel Blogroll gebt. Es muss nichts weiter eingestellt werden und kein Text auf der Seite stehen. Speichert die Seite mit Veröffentlichen.


Geht nun zurück auf die Übersicht der Seiten. Dort steht bei mir die neue Blogroll ganz oben. Wenn ihr auf Ansicht klickt, gelangt ihr in einem neuen Tab oder Fenster zu der neuen Seite direkt im Blog.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Hier auf der Seite Blogroll findet sich bisher nur die Überschrift Blogroll und ansonsten eine leere Seite. Man sieht darüber das leere Widget Meine Blog-Liste, das wir eben zuerst angelegt haben. Kopiert jetzt den vollständigen Link zu dieser Blogrollseite aus der Adresszeile eures Browsers.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen
Nun müssen wir zurück ins Layout und in das besagte Meine-Blog-Liste-Widget. Wählt Zur Liste hinzufügen aus und gebt den gerade kopierten Link zu eurer Blogroll über den Punkt Über URL einfügen ein. Klickt Hinzufügen - ggf. erscheint eine Fehlermeldung, dass keine Feeds für diesen Link vorliegen. Das macht in dem Fall nichts, wir wollen den Link trotzdem einfügen. Nicht vergessen Speichern zu klicken.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Nun müssen wir noch einen Code hinzufügen. Wählt dazu den Menüpunkt Vorlage aus und klickt HTML bearbeiten an. Wählt im Reiter Weiter zum Widget den Punkt BlogList1 aus.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Ihr landet nun automatisch an der richtigen Stelle im Quelltext. Bei mir steht die BlogList1 hier in Zeile 848. Wenn neben der Zeilennummer ein schwarzer Pfeil steht, sind Zeilen ausgeblendet. Klappt diese sicherheitshalber auf, damit wir gleich an der richtigen Stelle arbeiten.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Bei mir steht dann der folgende Code:
<b:widget id="BlogList1" locked="false" title="Blogroll" type="BlogList">
<b:includable id="main"></b:includable></b:widget>


Fügt nun direkt darunter den kompletten folgenden Code ein:
<!-- Blogroll Seite Start--> 

<b:if cond='data:blog.url != &quot;http://DEINEBLOGROLLVERLINKUNG.html&quot;'>
<style>
#BlogList1{
display:none;
}
</style>
<b:else/>
<style>
#Blog1{
display:none;
}
.footer-outer, .footer, .post-footer, .sidebar, .blog-pager, .feed-links {
display:none !important;
}
.main-inner .columns {
width: 100%;padding-left:0 !important;padding-right:0 !important;
}
</style>
</b:if>

Dort, wo der rote Link hervorgehoben steht, müsst ihr nun den Link zu eurer Blogroll einsetzen, also den gleichen Link, den wir eben in das Widget eingefügt haben. Ganz wichtig: wenn ihr eine blogspot.de-Adresse habt, müsst ihr hier an dieser Stelle und nur hier aus dem .de ein .com machen.
Mein Link lautet zum Beispiel http://moeystestblog.blogspot.de/p/blogroll.html - damit klappt es nicht - man muss die Endung in ein .com korrigieren!
Hier im markierten Code seht ihr, wie es aussehen muss.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Speichert die Vorlage jetzt ab und geht zurück in den Layout-Bereich im Menü. Öffnet das Widget Meine Blog-Liste und fügt nun über die URL den Link zu einem Blog eurer Wahl ein.
Öffnet nun eure externe Blogrollseite im Blog - und tada, da ist sie schon, eure Blogroll!

Ihr könnt nun sowohl über das Widget im Layout als auch über das kleine Werkzeugsymbol unten rechts dem Widget weitere Blogs hinzufügen. Außerdem könnt ihr im Widget selber einstellen, was genau angezeigt werden soll: Vorschaubilder, Vorschautexte, Uhrzeiten, wieviele Blogs auf der Seite sofort angezeigt werden sollen usw. Testet einfach, welche Einstellung ihr am besten findet. Ich mag es ganz schlicht und simpel, deswegen habe ich es auch recht einfach eingestellt.

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen

Mich stört an dieser Stelle noch, dass es bei mir im Blog eine Lücke gegeben hat, wenn Meine Blog-Liste über dem Postbereich steht. Ihr könnt das beheben, indem ihr einfach noch im Blogger-Menü unter Layout das Gadget unterhalb des Blogposts-Bereich zieht. Klickt mit der Maus vorne auf den gepunkteten, grau unterlegten Bereich des Gadgets und zieht es runter. Danach das Layout speichern und ihr seid fertig!

Tutorial: Externe Blogroll bei Blogspot anlegen | Blogroll auf einer externen Seite anlegen


Wenn alles soweit im Testblog geklappt hat, könnt ihr die Anleitung nun für euren richtigen Blog übernehmen. Bitte kopiert aber nicht einfach aus dem Testblog, sondern geht noch mal Schritt für Schritt vor - der richtige Blog enthält weitere Widgets und Codes und die Zeilennummer stimmen nicht mit dem Testblog überein. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass man sich etwas im HTML zerschießt. Deswegen noch mal in Ruhe und sorgfältig von vorne vorgehen.

Ich hoffe, dass diese Anleitung euch hilft euch eine externe Blogroll anzulegen. Viel Spaß mit eurer neuen Blogroll!

Müsli der Woche Nummer 16: Müsli-Kekse mit Cranberries | Granola-Cookies

Freitag, 15. August 2014

Banner zur Wochenserie Müsli der Woche - selbstgemachtes Knuspermüsli
Das heutige Müsli landet mal wieder nicht in der Schüssel, sondern in der Hand. Ich wollte mal wieder eine Portion leckeres Müsli zum Mitnehmen kreieren. Überall werden jetzt diese so genannten Frühstückskekse angeboten. Eine Mischung aus Keks und Müsliriegel. Mit Früchten, Nüssen und Haferflocken sollen das handliche Portionen für ein kleines, schnelles Frühstück sein. Sowas können wir doch auch! Dann weiß man immerhin genau, was drin ist. Als gesund würde ich die Cookies auch nicht unbedingt bezeichnen - aber immerhin im Zweifel immer noch gesünder als ein Schokoriegel.

Angebrochener Müsli-Keks vor dem Backblech mit den weiteren Cookies
Die Kekse sind schön kernig und nussig und machen deswegen und dank der verbackenen Haferflocken auch gut satt. Sie werden von der Konsistenz her weich und "chewy" und halten sich luftdicht verpackt ein paar Tage gut frisch. Damit eigenen sie sich nicht nur zum Frühstück, wenn es morgens mal wieder schneller gehen muss, sondern auch als kleiner süßer Snack am Nachmittag oder Kraftfutter fürs Hirn im Büro.
Der Unterschied zu den Müsliriegeln ist einfach der Teig. Man hat keine reinen Powerriegel, sondern eben immer noch einen Keks, der direkt etwas Süßes suggeriert.
Wie immer kann man die Cookies ganz nach eigenem Geschmack zusammenstellen - die Vielfalt ist gegeben und ob man nun geschrotete oder ganze Leinsamen, geschälten oder ungeschälten Sesam oder stattdessen vielleicht lieber Sonnenblumen- oder Kürbiskerne verwendet, ist einem selber überlassen. Solange die Mengenangaben für die ersetzten Zutaten stimmen, kann man sich seine liebsten Granola Cookies nach den eigenen Wünschen zusammenstellen. Lasst es euch schmecken und weiterhin frohes Knuspern!

Fertig gebackene Müsli-Kekse auf einem Backblech
Müsli-Kekse | Granola Cookies
abgewandelt nach einer Idee von Scientifically Sweet
für etwa 12-14 große Cookies oder 18-20 kleine Cookies

125 g weiche Butter
100 g Mascobado-Zucker (oder anderer Rohrohrzucker)
50 g flüssiger Honig (Akazienhonig)
1 Ei, Größe L
125 g Mehl
100 g kernige Haferflocken
1/2 Tl Zimt
1/2 Tl Weinsteinbackpulver
50 g gehackte Mandeln
2 El Sesam
2 El geschrotete Leinsamen
30 g getrocknete Cranberries,  grob gehackt


Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und dem Honig in einer großen Schüssel dickschaumig aufschlagen, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. Das funktioniert am besten in der Küchenmaschine oder mit den Rührbesen des Handmixers und kann ein paar Minuten dauern. Wenn alles gut vermengt ist, das Ei gründlich untermixen.
In einer separaten Schüssel das Mehl mit den Haferflocken, dem Zimt und Weinsteinbackpulver sowie den Mandeln, Sesam, Leinsamen und Cranberry-Stückchen gründlich vermengen.
Die trockene Mischung nun mit Hilfe eines großen Holzlöffels oder Knethakens in den Butter-Zucker-Mix einrühren, gerade so lange bis sich alles verbunden hat.
Nun je nach gewünschter Grüße mit Hilfe von zwei Esslöffeln oder einem Eisportionierer gleichmäßige Teigmengen abnehmen, zu einer Kugel formen und mit ausreichend Abstand zueinander auf die Bleche setzen. Ein breites Glas mit der Unterseite in Wasser tauchen und die Teigkugeln unter gleichmäßigem Druck etwas platt drücken. Dabei den Boden des Glases immer regelmäßig befeuchten, damit kein Teig daran hängen bleibt.
Die Bleche einzeln in den vorgeheizten Ofen schieben und die Kekse etwa 10-12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Kurz auf dem Blech auskühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Luftdicht verpackt und bei Zimmertemperatur aufbewahrt, bleiben die Kekse etwa eine Woche lang weich und saftig.

Die fertig gebackenen Granola Cookies ruhen auf dem Backblech


California-Walnuss-Törtchen mit Cream-Cheese-Frosting und Walnuss-Karamell - oder: eine Liebeserklärung an Kalifornien!

Montag, 11. August 2014

San Franciso Collage, von links im Uhrzeigersinn: die berühmten Painted Ladies am Alamo Square, Blick Richtugng Golden Gate Bridge im Nebel und Blick über die Stadt
Kalifornien. Das ist weit mehr als Hollywood-Glam und Hippie-Kult. Kalifornien ist nicht bloß ein amerikanischer Bundesstaat, sondern ein Lebensgefühl. Im Westen am Pazifik gelegen und im Süden an Mexiko grenzend ist Kalifornien ein buntes Sammelsurium an Einflüssen aus aller Welt und verkörpert perfekt den hochgepriesenen American Way of Life.

Kalifornien Collage von links im Uhrzeigersinn: Hollywood Sign in LA, Seelefanten am Pazifik, Route 1

Wenn ich an Kalifornien denke, sehe ich direkt den tosenden Pazifik vor mir, die geschlungenen Küstenstraßen mit ihrer einzigartigen Naturlandschaft. Ich sehe weiße Sandstrände und urwaldähnliche Wälder mit alten Redwood-Trees. Ich sehe Wüstenlandschaften, so weit das Auge reicht, Berge und zerklüftete Felsen. Seen und Badebuchten und dazu unberührtes Brachland. Wilde Bären und Pumas leben dort noch, genau wie Kolonien frecher Hörnchen oder Seeelefanten. Dazu gibt es die Großstädte, die oft unheimlich europäisch geprägt sind, wie San Francisco und San Diego mit ihren French Quarters und viktorianischen Häusern. Im Süden ist es oft trocken und heiß, hier wachsen Mandeln, Avocados, Zitrusfrüchte und nicht zuletzt die berühmtem kalifornischen Walnüsse, um die es heute in meinem Rezept geht. Im Norden ist es rauh und wild, ursprünglich schön und in Napa findet sich eines der ansehnlichsten Weinanbaugebiete überhaupt. Die europäischen und südamerikanischen Einwanderer haben Kalifornien wohl so sehr geprägt wie keinen anderen US-Bundesstaat. Kalifornien ist die Vielfalt seiner Einwohner und deren überlieferter Traditionen und Bräuche. Und doch ist es so amerikanisch, wie es nur sein kann mit der Traumfabrik Hollywood und den Strandhäusern in Malibu Beach. Ich sehe die weltberühmte Route 1, die man am besten in einem Cabrio entlangfährt, die wunderschöne Landschaft genießt und sich die Brise des Pazifik um die Nase wehen lässt.

San Diego Collage oben: Strand, unten: PetCo-Stadion mitten in der Stadt



All das habe ich schon ein paar Mal gesehen und möchte es nicht mehr missen. 2012 war ich zuletzt in Kalifornien und habe jetzt wieder eine unheimlich große Sehnsucht nach Land und Leuten, gerade wenn ich meine gesammelten Fotos durchgucke. Ob Schlendern durch das French Quarter von San Diego, Bummeln über den Walk of Fame in Hollywood, Whale Watching im Hafen von Monterey oder der Besuch der berühmten Painted Ladies am Alamo Square von San Francisco. Sofort sind all die Erinnerungen wieder in meinem Kopf und mich packt das absolute Fernweh. Daran sind nicht zuletzt meine Wurzeln schuld: meine Großmutter und meine Mutter stammen aus kleinen, bezaubernden Vororten von San Francisco und meine kleine Schwester lebt dort nun auch schon seit mehreren Jahren.

Whale Watching und Robben in Monterey, Haus in San Francisco


Als ich dann bei Zorra von 1 x umrühren bitte aka Kochtopf vor kurzem von der Möglichkeit las eine Reise zur kalifornischen Walnussernte zu gewinnen, habe ich mich direkt dran gesetzt und Rezepte ausgetüffelt. Kalifornien war es schließlich, das mich damals 2009 die Cupcakes für mich entdecken lies und mich schließlich 2011 zum Bloggen animierte. Unverkennbar ist, wie sehr mich amerikanisches Gebäck fasziniert und wie es das Grundgerüst dieses Blogs bildet. Daran ist Kalifornien mit all seinen Leckereien maßgeblich beteiligt. Dort fand ich meine Inspiration zum Bloggen und die Einflüsse aus San Francisco, San Diego und anderen kalifornischen Städten prägten mich und meinen Backstil nachhaltig. Und deswegen sollte es auch ein amerikanischer Kuchen sein, der mich hier in die zweite Runde und damit die Top 15 der Teilnehmer an dem Gewinnspiel führte. Vielen Dank an die Jury, dass ich bis hierhin gekommen bin!

Spezial-Blog-Event - Gewinne eine Pressereise zur Walnussernte nach Kalifornien

Kommen wir jetzt aber auch nach all der Sehnsucht und den schönen Gedanken an Kalifornien zu meinem Beitrag für dieses fabelhafte Event. Walnüsse aus Kalifornien hat mir im Vorfeld ein ganz feines Päckchen gepackt, das mir direkt mit einer Tüte Walnusskerne samt passendem Teigschaber und noch viel passenderer Beach Boys CD die Vorbereitung und das Backen versüßte. Bei solcher Musik MUSS das California Feeling einfach aufkommen. Vielen Dank dafür!

4-stöckiges Walnuss-Biskuit-Törtchen mit Frischkäsefrosting, mit Wimpelgirlande auf einem Teller


Es handelt sich hier jetzt also um ein California-Walnuss-Törtchen mit Cream-Chesse-Frosting und Walnuss-Karamell. Das IS(S)T einfach Kalifornien!
Eine kleine, 4-stöckige Torte, bestehend aus saftigem Walnuss-Biskuit, gefüllt mit einem klassischen Cream-Cheese-Frosting und getoppt von einem sanft fließendem, weichen Walnusskaramell - das vereint all das, was ich mit Kalifornien verbinde. Ein Stückchen Torte bei geschlossenen Augen genossen, bringt euch Kalifornien auf die Zunge und ich sehe all die oben beschriebenen Erinnerungen wieder vor mir. Wen sollte da nicht direkt das Fernweh und die Sehnsucht nach Kalifornien packen?

Nahaufnahme der Torte aus Walnuss-Biskuit, Frischkäse-Frosting und Walnusskaramell


Die kalifornische Küche ist ganz klar von ihren Einwanderern geprägt und kaum eine amerikanische Stadt wirkt so aufregend beeinflusst wie San Francisco: Französische Pâtisserie trifft hier auf mexikanische Gewürze und asiatische Aromen. Das ergibt eine Fusion-Küche, wie sie im Buche steht. Maßgeblich dazu beigetragen haben unter anderem auch Alice Walter mit ihrem Chez Panisse oder Thomas Keller mit seinem The French Laundry. Genau das wollte ich auch in mein Törtchen einbringen: französische Pâtissier-Kunst mit kalifornischen Einflüssen, das perfekte Zusammenspiel der California Cuisine.

Ein Stück des California-Walnuss-Törtchen auf dem Teller, die Torte im Hintergrund


Deswegen habe ich mich als Basis für einen Biskuit-Teig entschieden, der eigentlich schon fast eine Art Baiser und damit schon wieder Fusion vom Feinsten ist: frisch gemahlene Walnusskerne werden unter locker aufgeschlagenen, gezuckerten Eischnee gehoben und bei nicht zu hoher Temperatur zu einzelnen Tortenböden gebacken. Das Ergebnis sind saftige, luftig-leichte Böden, die die perfekte Grundlage für mein Walnuss-Törtchen bieten.
Darauf kommt dann eine der liebsten Frostings der Amerikaner: das klassische Cream-Cheese-Frosting, das nur aus Doppelrahm-Frischkäse, Butter und Puderzucker besteht. Ergänzt durch etwas Vanilleextrakt bekommt es ein ganz feines Aroma. Das Frosting ist perfekt cremig und härtet auch im Kühlschrank nicht komplett aus, sondern behält seine Form.
Der Höhepunkt ist schließlich ein warmer, weichfließender und zartschmelzender Karamell mit Walnüssen. Buttrig zart und sahnig mild fließt er am Frosting herunter und gibt damit noch das perfekt i-Tüpfelchen an Konsistenz, Geschmack und feinem Aroma.

Anschnitt des California-Walnuss-Törtchens

Nahaufnahme und Anschnitt des kalifornischen Walnuss-Törtchens


Das Törtchen erfüllt damit alle meine Ansprüche an die perfekte California Cuisine und es schmeckt ganz fein und fantastisch. Ich hoffe, dass ich euch mit auf eine kleine Aromenreise nach Kalifornien mitnehmen konnte und dass den kalifornischen Walnüssen und der Jury aus Zorra, Sandra von From Snuggs Kitchen und Simone von S-Küche meine Kreation auch so gut wie mir gefällt.
Drückt mir die Daumen, dass ich bei der kalifornischen Walnussernte im Oktober dabei sein darf!

Kalifornisches Walnusstörtchen mit Wimpelkette auf einem Teller angerichtet


California-Walnuss-Törtchen mit Cream-Cheese-Frosting und Walnuss-Karamell
für eine vierstöckige Torte mit 15 cm Durchmesser

Für den California-Walnuss-Boden
200 g kalifornische Walnusskerne
8 frische Bio-Eier (es wird nur das Eiweiß benötigt)
2 Prisen Salz
250 g feinster Zucker
etwas weiche Butter für die Form

Für das Cream-Chesse-Frosting
500 g Doppelrahm-Frischkäse, Zimmertemperatur
150 g Butter, Zimmertemperatur und schön weich
150 g Puderzucker, gesiebt
1 Tl Vanilleextrakt

Für das Walnuss-Karamell
100 g Zucker
60 ml Wasser
75 g kalifornische Walnusskerne
50 g Butter
100 g Schlagsahne

Am besten fangt ihr morgens mit dem Backen an oder backt die Böden der Torte bereits am Vortag. Dann können sie komplett auskühlen und ihr habt am nächsten Tag genug Zeit, um alle Komponenten fertig zu stellen.

Als erstes werden die Böden gebacken: Fettet dazu zwei Torten-Backformen mit herausnehmbaren Boden (keine Springformen) mit jeweils 15 cm Durchmesser mit Butter ein. Hier habe ich schon mal etwas zu meinen Backformen und eine Empfehlung für Formen geschrieben. Heizt den Backofen auf 160 °C Umluft vor.
Die Walnusskerne in einem Blender, Multizerkleinerer oder im Thermomix kurz und kräftig zu feinem Nussmehl zerkleinern. Nicht auf zu starker Stufe und nicht zu lange mixen - die Grenze von Nussmehl zu Nussbutter ist fließend. Lieber pulsierend zerkleinern und immer wieder in den Behälter gucken. Die gemahlenen Walnusskerne dann zur Seite stellen.
4 Eier trennen und das Eiweiß in eine saubere, fettfreie Rührschüssel oder die Mixschüssel der Küchenmaschine geben. Das Eigelb kalt stellen und anderweitig verwenden.
Eine Prise Salz zum Eiweiß geben und es mit Hilfe des Rührbesens oder den Rührhaken der Küchenmaschine einige Minuten zu einem dicken Eischnee aufschlagen.
125 g feinsten Zucker langsam unter ständigem Weiterrühren unter den Eischnee mixen. Die Mischung so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Eischnee zu einer glänzenden, luftigen Creme geworden ist.
Erst dann 100 g der gemahlenen Walnüsse vorsichtig unter die Eimasse ziehen und gründlich verrühren. Das geht am besten mit einem Teigschaber.
Die Biskuit-Baiser-Masse gleichmäßig auf die beiden Backformen verteilen und glatt streichen.
Die Backformen in den vorgeheizten Ofen stellen und den Teig etwa 30 Minuten backen, bis er an der Oberfläche leicht trocken und sanft gebräunt ist. Ggf. noch 5 Minuten länger im Ofen lassen.
Die Backformen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die Formen dann auf ein stabiles hohes Glas stellen und vorsichtig nach unten drücken, um den Rand zu lösen. Mit Hilfe eines großen Messers oder einer langen Kuchenpalette vorsichtig den Kuchenboden vom Boden der Form lösen, auf das Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Die beiden Formen wieder zusammen setzen, kurz mit einem Küchentuch auswischen, wieder mit etwas Butter bestreichen und aus dem restlichen Eiweiß, dem übrigen feinsten Zucker und den gemahlenen Walnusskernen erneut wie oben beschrieben eine Eiermasse herstellen und wie die beiden vorherigen Böden backen.
Wird der Kuchen erst am nächsten Tag zusammengesetzt, können die vollständig ausgekühlten Tortenböden einzeln in Alu- oder Frischhaltefolie gewickelt und bei Raumtemperatur über Nacht aufbewahrt werden.

Als nächstes wird das Frischkäse-Frosting zusammengerührt, das die Böden zusammenhält und den Kuchen ummantelt.
Dazu wird der zimmerwarme Frischkäse zunächst in einer Rührschüssel kurz mit einem Schneebesen oder dem Mixer glatt gerührt. Das verhindert, dass später Klümpchen im Frosting entstehen. Den Frischkäse dann erst mal zur Seite stellen.
Die weiche Butter und den gesiebten Puderzucker nun in eine große Rührschüssel oder die Schüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Ballonbesen oder den Rührstäben des Handmixers zu einer glatten Creme verschlagen. Der Puderzucker sollte komplett aufgelöst und die Buttercreme sehr glatt sein. Esslöffelweise den glatt gerührten Frischkäse unter die Buttermasse rühren, bis ein sehr homogenes, weiches und glattes Frosting entsteht. Zuletzt den Vanilleextrakt kurz unterrühren. Das Frosting sollte jetzt streichfähig sein. Ist es zu flüssig, einfach noch mal ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen.

Um das Törtchen zusammen zu setzen, den ersten Boden auf eine Tortenplatte oder einen Kuchenteller setzen. Einen großen Klecks (etwa 1/5 der Gesamtmenge) des Frostings auf den Walnussboden geben und mit Hilfe einer Kuchenpalette oder eines Spatels gleichmäßig verteilen. Mit den weiteren drei Böden genauso verfahren und das restliche Frosting rundherum verteilen. Ob ihr das Törtchen komplett mit Creme einkleidet oder einen leichten "Naked Cake"-Effekt lasst, ist ganz euch überlassen. Obendrauf muss das Törtchen auch nicht perfekt "glattverputzt" sein, weil dort später noch der Karamell draufkommt.
Das Törtchen nun erst mal für etwa ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Creme anzieht und sich mit den Böden verbindet.

In der Zwischenzeit kann die Walnuss-Karamell-Creme zubereitet werden.
Dafür zunächst den Zucker zusammen mit 60 ml Wasser in einen mittelgroßen Topf mit schwerem Boden geben und bei mittelstarker Hitze aufkochen. Etwa 10 Minuten kochen lassen, bis die Flüssigkeit deutlich dickflüssiger wird und sich auch schon leicht bräunlich verfärbt.
Die Walnusskerne dazugeben und mit dem entstandenen Karamell umschließen.
Butter und Sahne hinzufügen und alles sehr gründlich umrühren. Die Temperatur leicht reduzieren und die Walnuss-Karamell-Sauce etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie etwas eingekocht ist und die gewünschte dickflüssige Konsistenz erreicht hat. Danach einige Minuten auskühlen lassen, damit das Karamell nicht mehr zu heiß ist. Es muss aber insgesamt noch flüssig bleiben und darf nicht zu fest werden. Evtl. noch etwas mehr kalte Sahne angießen und gut unterrühren.

Den warmen Karamell nun vorsichtig über das Törtchen gießen - ich finde es schön, wenn es an den Seiten herunterläuft. Wer das nicht magt, kocht einfach einen festeren Karamell und verteilt ihn nur oben auf dem Törtchen.
Das ganze jetzt noch mal mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Danach kann das Törtchen angeschnitten und serviert werden.
Guten Appetit!

Müsli der Woche Nummer 15: Selbstgemachtes Knuspermüsli - heute: Vanille-Mandel-Knuspermüsli mit gebrannten Mandeln

Freitag, 8. August 2014

Banner zur Wochenserie: Müsli der Woche - jede Woche ein neues Granola-Rezept


So, etwas später als sonst, aber da bin ich wieder, mit dem Freitagsmüsli und schlage den Gong für Runde 15! Warum ich heute etwas später dran bin, liegt einfach daran, dass ich frei hatte. Einfach mal so. Kürzesturlaub quasi. Sooo schön! Um 10 Uhr hatte ich schon drei Rezepte fertig, mittags sind mein Mann und ich durch die Stadt geschlendert, hatten einen königlichen Lunch in einem hervorragenden Restaurant, sind durch kleine Läden und Boutiquen spaziert, haben einen Eiskaffee getrunken und zu Hause habe ich dann auf dem Sofa rumgelungert, eine Folge "Game of Thrones" geguckt (erwähnte ich schon mal, dass ich ein Serienjunkie bin?) und auf dem Tablet amerikanische Foodzeitschriften durchgeblättert. Manchmal kann das Leben so schön und einfach sein!

Vanille-Mandel-Granola mit dreierlei Mandeln - in einer Müslischale mit Milch serviert


Trotzdem komme ich natürlich auch wieder meiner selbst auferlegten Pflicht nach und präsentiere ein Freitagsmüsli. Das habe ich auch erst heute morgen gemacht und probiert. Das beste: gleich der erste Versuch war ein Volltreffer. Es ist perfekt gelungen, geschmacklich umwerfend und hat das Zeug zum absoluten Lieblingsmüsli: ein Knuspermüsli mit Vanille und dreierlei (!) Mandeln! Letztere wandern in gehackter, gehobelter und schließlich gebrannter Variante ins Müsli. In Kombination mit der frischen Vanille ist das ein Fest für die Geschmacksnerven. Ich hab das Granola nur ganz pur mit Milch genossen, könnte es mir aber unheimlich gut mit reifen Pfirsichen oder Nektarinen vorstellen.
Die gebrannten Mandeln sind natürlich selbstgemacht, das Rezept verrate ich gleich mit. Alles andere ist wirklich kinderleicht und schnell zusammengerührt - also ran an die Haferflocken und unbedingt gleich loslegen - Guten Appetit!

Frisch serviertes Vanille-Mandel-Granola mit dreierlei Mandelstückchen


Vanille-Mandel-Granola mit dreierlei Mandeln
für etwa 850 g Müsli (ca. 17 Portionen zu je 50 g)

150 g Haferflocken, Großblatt (kernige Haferflocken)
250 g 5-Korn-Flocken
100 g Haferkleie
100 g grob gehackte gebrannte Mandeln (Rezepte s.u.)
50 g gehackte Mandeln
50 g Mandelblättchen
70 g heller Sirup (z.B. Goldsaft)
Mark von 2 ausgekratzten Vanilleschoten
70 g Sonnenblumenöl


Den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Ein großes Backblech großzügig mit Backpapier auslegen, so dass auch ein Rand hochsteht.

Die Hafer- und 5-Korn-Flocken zusammen mit der Haferkleie, den gebrannten, gehackten und gehobelten Mandeln in eine sehr große Schüssel geben. Alles mit einem großen Löffel gründlich vermischen.

Den Siurp zusammen mit dem Vanillemark und dem Sonnenblumenöl in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger Temperatur langsam erhitzen, bis sich alles gut vermischt hat. Unter ständigem Rühren einmal aufwallen lassen, dann von der Hitze wegnehmen.

Die heiße Mischung nun über die Flocken gießen. Mit Hilfe einer Gabel in der einen Hand und einem Löffel in der anderen Hand die Müslimischung nun sehr gründlich durchrühren. Ich mache dafür Bewegungen wie mit einem Salatbesteck und mische die Flocken von unten immer wieder nach oben. Wichtig ist, dass sich alles sehr gründlich verteilt und wirklich jede Haferflocke mit der Ölmischung in Berührung kommt. Wenn kleine Klümpchen entstehen, sollte man die immer wieder etwas auseinanderdrücken. Meistens dauert es einige Minuten, bis ich eine perfekte Masse ohne Klümpchen und ohne trockene Stellen habe.

Die Müslimischung aus der Schüssel auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech gleiten lassen und mit Hilfe der Gabel oder des Löffels auf dem Blech verteilen. Das Müsli sollte wirklich bündig auf dem ganzen Blech verteilt sein und gleichmäßig angedrückt werden, so als ob man einen Kuchen glatt streicht.

Das Blech ins untere Drittel des vorgeheizten Ofens einschieben und das Müsli etwa 12-15 Minuten backen, bis es goldbraun und knusprig wird und leicht duftet. Doch jeder Ofen ist anders, fangt deswegen lieber mit 12 Minuten an und lasst das Blech noch etwas im Ofen, wenn euch das Müsli noch nicht goldbraun genug ist. Ggf. nach etwa 8 Minuten einmal gründlich durchmischen, wieder andrücken und noch mal für die gleiche Zeit in den Ofen schieben. 

Das Backblech aus dem Ofen holen und auf ein Kuchengitter stellen. Blech und Müsli vollständig auskühlen lassen. Am Anfang ist das Müsli nämlich noch sehr weich, wenn es direkt aus dem Ofen kommt. Erst wenn es auskühlt wird es fest und knusprig und zu einer Art "Müsliplatte". Sobald diese vollständig ausgekühlt ist, kann man das Müsli nun in Stücke brechen, mit einem Pfannenwender teilen oder zwischen den Händen in die gewünschte Größe zerreiben.
Danach gleich luftdicht verpacken, am besten in ein Glas oder eine Plastikdose und innerhalb von wenigen Wochen verbrauchen.


Gebrannte Mandeln
für 100 g gebrannte Mandeln

100 g Mandeln mit Haut
2 El Mascobadozucker oder anderer Vollrohrzucker bzw. Rohrohrzucker
1 El Vanillezucker (am besten selbstgemacht)
Mark von 1 ausgekratzten Vanilleschote
2 El Wasser

Ich bereite die gebrannten Mandeln am Liebsten in der Mikrowelle zu, weil das wirklich schnell und einfach geht: Dazu einfach alle Zutaten in eine flache Glas- oder Keramikschüssel geben, gut verrühren und bei 600 Watt 2 Minuten erhitzen. Aus der Mikrowelle nehmen, gut umrühren und erneut 2 Minuten garen. Das ganze wiederholt man jetzt noch etwa 2-3 mal - die Flüssigkeit verdampft dabei und die Mandeln bekommen eine zuckrige Kruste. Bei mir ist es meist nach dem vierten oder fünftem Durchgang perfekt. Die gebrannten Mandeln danach auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und vollständig auskühlen lassen.
Wer keine Mikrowelle hat, gibt die Mischung einfach in einen kleinen Topf und erhitzt sie ganz langsam und bei sehr niedriger Temperatur, bis der gleiche Effekt eintrifft. Man muss nur sehr vorsichtig vorgehen, gut rühren und aufpassen, dass die Mischung nicht verbrennt.

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