Lauwarmer Rosenkohlsalat mit knuspriger Chorizo und gerösteten Mandeln - oder: Wie der Rosenkohl mich bezwang

Mittwoch, 25. Februar 2015

Salat aus Rosenkohl, Chorizo und gerösteten Mandeln, auf einer Servierplatte angerichtet

Als ich den Salat beim Durchblättern eines amerikanischen Magazins entdeckt habe, war es um mich geschehen. Rosenkohl als Salat? Damit kriegt man mich sofort. Zu meinen - wie ich finde - coolsten Rezepten gehört nämlich schon der rohe Rosenkohlsalat mit Äpfeln, Walnüssen und Pecorino. Damit kriegt man auch echte Rosenkohlhasser rum. Ein echtes Knallerrezept. Ein weiteres Wintersalatrezept ist natürlich der Rotkohlsalat mit Chorizo. Da sag noch mal jemand, dass man im Winter keinen Salat essen kann!
Die Kombination aus dem milden, sanft geschmorten Rosenkohl, knusprigen Chorizoscheiben und knackig gerösteten Mandeln ist grandios, soviel vorweg. Doch der Weg dahin ist steinig...

frischer Salat mit Rosenkohl, Chorizo und Mandeln auf einem Teller

Da sehe ich also das Bild von diesem hübsch arrangierten Salat auf einem zarten Tellerchen in diesem amerikanischen Hochglanzmagazin. Die Röschen werden dazu in ihre einzelnen Blätter geteilt und das sieht ganz zauberhaft aus. Was für eine Arbeit das macht stand nur leider nicht dabei und ließ sich auch nicht erahnen.
An dieser Stelle kann ich euch nur guten Gewissens raten: schneidet den Rosenkohl klein oder hobelt ihn einfach auf einer Küchenreibe. Das tut dem Geschmack sicher keinen Abbruch. Aber stellt euch um Himmels Willen nicht mit 750 g Rosenkohl in die Küche und zerteilt ihn in einzelne Blättchen. Tut es nicht!
Es fängt so harmlos an. Man schneidet den Strunk ab, entfernt die äußeren Blättchen, halbiert den kleinen Kohl und schält ihn dann Schicht für Schicht ab. Der erste Rosenkohl ist super. Eigentlich auch voll entspannend, so Gemüse zu schnippeln. In der Pfanne schmurgelt die Chorizo schon sanft vor sich hin und der Duft verteilt sich in der Küche.
Nächster Rosenkohl. Abschneiden, abzupfen, halbieren, zerlegen... Oh, die Chorizo ist fertig. Gefühlt müssen noch 537 kleine Rosenkohlköpfchen in ihre Blätter zerlegt werden.
Rosenkohl Nummer 3, ich werde langsam nervös. Muss die Chorizo echt aus der Pfanne nehmen, sonst wird sie hart, nicht knusprig.
Rosenkohl Nummer 4. Ich mache den Herd lieber noch mal aus. Das dauert hier wohl noch was.
Rosenkohl Nummer 5. Ich gucke auf die Uhr. In einer Stunde ist das Tageslicht weg, aber ich möchte doch noch Fotos vom Salat machen. Also lege ich mal lieber einen Zahn zu.
Rosenkohl Nummer 6. Das dauert so lange. Ob ich schnell umschwenke und den Salat doch einfach raspel? Aber ich will doch Vorbild sein und meinen Lesern echt was bieten. Und Blättchen sehen schon cool aus, geschredderten Salat hatte ich ja schon. Also durchhalten.
Rosenkohl Nummer 7. Ein erster Schweißtropfen rinnt mir den Nacken herab. Was hab ich mir nur dabei gedacht?
Rosenkohl Nummer 8. Mein Puls steigt an. Ist es wirklich schon so spät?
Rosenkohl Nummer 9. Der Mann kommt in die Küche und fragt, ob ich immer noch am Schnippeln bin. Ich werde rot und zische: Du kannst mir gerne helfen, das ist voll die beknackte Arbeit! Der Mann entscheidet sich freiwillig dafür lieber das Bett zu beziehen und verlässt zu seiner eigenen Sicherheit die Küche.
Ich widme mich Rosenkohl Nummer 10. Ich höre die Uhr ticken, atme tief durch. Es ist doch nur Rosenkohl. Das was ich mache ist doch Leidenschaft pur. Für den Genuss, für das Essen!
Rosenkohl Nummer 11. Ich gebe auf. Der Rosenkohl hat gewonnen. Ich bin sein Opfer, sein Diener. Stupide und gebrochen zerschneide und zerpflücke ich die restlichen Rosenkohlröschen. 35 Minuten später bin ich fertig. Ausgebrannt, ausgelaugt. Warum habe ich mir das nur angetan? Was ich alles in der Zeit hätte machen können!

ein Teller Rosenkohlsalat mit Chorizo und Mandeln

Aus diesem Grund rate ich euch dringend: macht den Rosenkohl einfach nur fertig, bevor er euch fertig macht! Zerhackt ihn, zerschreddert ihn, wie auch immer. Er wird schmecken. Tut euch das Zerpflücken wirklich nur an, wenn ihr schon alle Küchenschränke ausgewischt habt, joggen wart und alles andere getan habt, was euch von eurer Diplomarbeit oder anderen wichtigen Verpflichtungen abhält. Oder wenn ihr zu den Hardcoreschnipplern gehört, die beim huldvollen Zerteilen von zickigem Gemüse "total gut entspannen" können. Ansonsten - lasst es einfach. Ein gut gemeinter Rat von einer leidgeplagten Rosenkohl-in-einzelne-Blättchen-Zupferin.

Salat mit Rosenkohl, Chorizo und Mandeln auf einer Platte

Der Salat ist ansonsten wirklich der Hammer - also überspringt den oberen Teil einfach und widmet euch diesem köstlichen Gericht. Die Zubereitung ist nicht schwer und das Ergebnis kann sich prima als Lunch oder Vorspeise sehen lassen. Lauwarm schmeckt er tatsächlich am Besten, man sollte ihn also sofort genießen.

ein Teller lauwarmer Salat mit Rosenkohl, Mandeln und Chorizo

Rosenkohlsalat mit knuspriger Chorizo und gerösteten Mandeln

für etwa 2-4 Portionen, je nach Hunger

750 g Rosenkohl
50 g Mandeln mit Haut
175 g Chorizo
3 El Olivenöl
2 Zweige Thymian
2 Knoblauchzehen
1 El Balsamico bianco oder Weißweinessig
Meersalz, frisch gemahelner schwarzer Pfeffer

Den Strunk von den Rosenkohlröschen abschneiden und die äußeren Blättchen entfernen. Den Rosenkohl in feine Streifen schneiden oder hobeln (siehe Erfahrungsbericht oben...).
Die Mandelkerne in einen kleinen Topf ohne Fett geben und bei mittlerer Hitze auf dem Herd goldbraun rösten, bis sie duften. Zur Seite stellen, etwas auskühlen lassen und grob hacken.
Die Chorizo pellen und in sehr feine Scheiben schneiden.
Eine große Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen und die Chorizoscheiben hineingeben. Etwa 5-7 Minuten unter Rühren rösten, bis sie leicht gebräunt und knusprig sind. Danach aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen. Das restliche ausgetretene Fett aus der Pfanne entfernen und die Pfanne mit Küchenpapier komplett trocken wischen.
Das Olivenöl in die saubere Pfanne geben und auf mittlere Temperatur erwärmen.
Die Thymianblättchen von den Stängeln zupfen, den Knoblauch schälen und fein hacken. Beides bei milder Hitze leicht anbraten.
Nach und nach etwas von dem Rosenkohl dazugeben und andünsten. Die fertigen Blätter immer zur Seite schieben und in die Mitte weiteren Rosenkohl geben, bis er komplett verarbeitet ist. Ggf. noch etwas Olivenöl dazugeben, falls die Pfanne zu trocken wird. Den Kohl insgesamt etwa 7-8 Minuten unter Rühren sanft weiterdünsten, bis er weich wird und leicht bräunt.
Danach vom Herd nehmen und den Essig unterrühren. Mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Die Chorizo unter den Kohl mischen.
Den Rosenkohl auf Teller oder eine Servierplatte geben und mit den gehackten Mandeln bestreuen. Lauwarm servieren.

Rezept für selbst gemachte DIY Marshmallows - homemade Mäusespeck für alle!

Sonntag, 22. Februar 2015

ausgehärtete Marshmallowmasse, die gerade in Würfel zu Marshmallows geschnitten wird

Marshmallows. Fluffigleichtes Schaumzuckerzeug. Als Kind haben wir es in Form von Mäusespeck oder weißen Mäusen gefuttert, irgendwann waren es dann die coolen amerikanischen Marshmallows. Die konnte man prima in heißer Schokolade versenken. Eigentlich ist das Zeug pappig süß, aber irgendwie auch süchtig machend und ich glaube ich kenne niemanden, der es nicht mag. Und schon lange wollte ich es mal selber machen. Damit man auch wirklich weiß, was da eigentlich drin ist. Und es sind exakt vier Zutaten: Eiweiß, Zucker, Gelatine und Wasser. Punkt. Damit kriegt man selbst gemachte, schneeweiße Marshmallows hin. Ganz ohne Konservierungsmittel oder sonstige Zusätze.
Die Zubereitung ist eigentlich nicht sonderlich kompliziert, man muss nur sehr sorgfältig arbeiten und benötigt unbedingt ein Zuckerthermometer* und besser auch eine Küchenmaschine mit Rühraufsatz. Sonst wird ganz schnell der Arm lahm - es wird nämlich viel gerührt. Sehr viel. Einige Arbeitsschritte überschneiden sich auch, deswegen ist es wirklich sinnvoll im Zweifel zu zweit zu arbeiten, wenn man keine Küchenmaschine hat, sondern ein Handrührgerät benutzen möchte. Einer kümmert sich dann um den Zuckersirup und der andere um den Eischnee.

Die Mädchenküche kocht zusammen #1: veganes Kichererbsen-Curry mit Tomaten und Koriander

Mittwoch, 11. Februar 2015

veganes Kichererbsen-Curry mit Tomaten in einem kleinen Topf, dazu gibt es Reis und Koriander

Und da sind wir schon wieder und kochen erneut mit der Mädchenküche - heute ist es Zeit für das gemeinsame Gericht. Nachdem jetzt alle Mädels mit ihren Hülsenfrüchten durch sind und wir von Bohnen über Linsen bis zu Erbsen und Erdnüssen wirklich alles durch haben, kommen wir nun zu unserer gemeinsamen großen Kochrunde. Jetzt seid ihr mit dran!

Das Oberthema für unseren gemeinsamen Kochspaß bezieht sich weiterhin auf das Thema Hülsenfrüchte und lautet konkret: Curry! Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: ob klassisches Curry mit Erdnüssen, Rote-Linsen-Curry in einer Thai-Variante oder Kichererbsen-Curry mit Kokosmilch. Ob vegan, vegetarisch, mit Fleisch, Fisch, Wild oder Meeresfrüchten - wir sind gespannt auf eure Interpretation des Themas.

Die Mädchenküche kocht #1: vegetarische schwarze Bohnensuppe mit saurer Sahne, Guacamole, Limette und Koriander

Donnerstag, 5. Februar 2015

frisch servierte Suppe aus schwarzen Bohnen, serviert mit saurer Sahne, Guacamole, Limette und Koriander

Juchu, es ist soweit: die Mädchenküche kocht zum ersten Mal zusammen. Mädchenküche? Genau!
In einer trüben Winternacht haben wir uns online relativ spontan mit 9 Mädels zusammengefunden, um ein gemeinsames Kochprojekt zu starten. Wir, das sind Franzi vom Gemüseregal, Ramona von Frl. Moonstruck kocht, Samira aus der vegetarisch-delikaten Kochwelt, Simone von der LeckerBox, Christina von Feines Gemüse, Ilona von No Fastfood Today, Sibel von Insane in the Kitchen, Nathalie aus dem Holunderweg 18 und - moi!

Jedes Quartal wird es ein Oberthema geben, zu dem jede von uns ein eigenes Rezept kreiert und umsetzt. Am 10. Tag kochen wir dann schließlich ein gemeinsames Gericht, das jede auf ihre eigene Art und Weise interpretiert. Und ab dem 11. Tag seid ihr schließlich gefragt - jeder von euch kann mitkochen und euer Rezept mit in unsere Liste eintragen.
Heraus kommt dann eine tolle Sammlung von köstlichen Gerichten, die wir nach und nach auf unserer Mädchenküche-Facebookseite teilen.

Ich bin ein Zitronensorbet, holt mich hier raus! #ibez - Rezept für köstliche Erfrischung nicht nur zum Fernsehen

Dienstag, 27. Januar 2015

köstliches Zitronen-Sorbet, in einem Glas serviert

Hallo. Ich bin Maja und ich gucke das Dschungelcamp. So, jetzt ist es raus. Falls ihr es nicht schon bei Twitter gesehen habt, denn da tobe ich mich derzeit allabendlich unter dem Hashtag #trashsisters mit anderen Bloggern aus. Trash-TV ist so eine kleine heimliche Leidenschaft von mir.
Normalerweise mache ich meinen Fernseher einmal pro Woche an - er steht immer automatisch auf ARD HD für den allwöchentlichen Tatort. Das ist einfach mein Sonntagabendritual, bevor Montagmorgen der Wecker wieder klingelt und die neue Arbeitswoche einläutet.
Wären da nicht so 2, 3 Termine im Jahr, bei denen ich mich vom Anti-Fernsehgucker in eine echte Trashsister verwandle. Dazu gehört neben dem besagten Dschungelcamp auch Germany's Next Topmodel. Aber gut, jetzt wisst ihr Bescheid. Am Samstag ist der Spuk auch schon wieder vorbei, also keine Sorge.

Schnelle Winterküche: vegetarische Rosenkohl-Maronen-Quiche für Dinner und Lunch

Dienstag, 20. Januar 2015

frisch gebackene Quiche mit vegetarischer Füllung: Rosenkohl und Maronen

Ich mag Rosenkohl. Und Maronen. Das sind einfach zwei Aromen, die zum Winter dazugehören.
Ob als Rosenkohlsalat mit Apfel, Pecorino und Walnüssen oder als saftiger Schokoladen-Maronen-Kuchen nach Sir Paul McCartney - ich bevorzuge in der Regel immer eher die ausgefalleneren Ideen.
Rosenkohl und Maronen zusammen in einem Gericht sind hingegen oft ein Klassiker. Gebraten in der Pfanne, köstlich! Als Beilage zur Gans oder zum Sonntagsbraten. Alles lecker.
Aber richtig toll finde ich beides in einer wunderbaren Quiche, die man sich schön nach Feierabend backen und am nächsten Tag zum Lunch noch mal aufgewärmt oder kalt essen kann.

Kohlrabi-Apfel-Salat mit gerösteten Haselnüssen, Minze und Parmesan

Donnerstag, 15. Januar 2015


Auch wenn es sich gerade so anfühlt, als ob der Frühling langsam kommt, ist es doch irgendwie Januar. Wir befinden uns also mitten im Winter. Und so wie ich mich nach Frühlingsgemüse wie Bärlauch und Spargel sehne und es kaum abwarten kann, dass es bis 18, 19 und 20 Uhr hell bleibt, geht es sicher vielen anderen auch so.
Immer wieder höre ich von Leuten, die einfach nicht wissen, was sie kochen sollen, weil die Auswahl an Gemüse und Obst so eingeschränkt sei. Gut, ich kaufe auch keinen Spargel aus Peru oder Erdbeeren aus Marokko im Winter. Aber dennoch gibt es doch soviel köstliche Möglichkeiten im Winter, um gesund und frisch zu kochen!

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